18 - Wimuttidhamma

Wimuttidhamma Meditationszentrum für Achtsamkeitstraining
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UND ACHTSAM FÜHLEN
   
Gefühle können unsere Gedanken und Gedanken wiederum unsere Gefühle elementar beeinflussen. Gemeinsam können sie >>Welten<< erschaffen, die uns völlig real erscheinen selbst dann, wenn sie sich auf ein Ereignis beziehen, das längst vergangen ist oder noch gar nicht stattgefunden hat. Angenommen, du hast Angst vor einer bevorstehenden Präsentation in der Firma, dann gehören wahrscheinlich auch Gedanken dazu wie: >> Ganz bestimmt geht alles schief, ich hätte mich doch noch besser vorbereiten sollen. Was, wenn die Technik versagt? Das wäre so peinlich, ich kann doch überhaupt nicht gut improvisieren << Je mehr du dir das Szenario deiner Blamage in Gedanken ausmalst, desto stärker werden dich die dazugehörenden Gefühle von Angst, Scham und Zweifel quälen. Du erlebst all das Negative ganz real, obwohl alles glattgehen wird. Ähnlich kann es dir ergehen, wenn du ein unangenehmes Erlebnis in dein Bewusstsein zurückholst und dich damit peinigst, es wieder und wieder durchzukauenmitsamt den negativen Gefühlen von Trauer, Eifersucht oder Ärger, die damit verbunden sind.
 
 
GEFÜHLE WAHRNEHMEN
   
Gefühle sind die Basis für die Entscheidungsprozesse in unserem Alltag. Umso wichtiger ist es, dass wir achtsam und bewusst mit ihnen umgehen. Schließlich können uns unsere Gefühle im positive Sinne auch dabei helfen, den eigenen Bedürfnissen auf die Spur zu kommen. So kann uns Angst zum Beispiel zeigen, dass wir uns überfordern und mehr Zeit für uns brauchen, oder Wut, dass wir unsere Grenzen wahren müssen. Oftmals werden wir jedoch von unseren Gefühlen in die Vergangenheit oder Zukunft entführt, ohne es überhaupt zu bemerken. Zweifel, Sorgen, Grübeleien übernehmen das Ruder und sorgen dafür, dass Stresshormone ausgeschüttet werden und wir entsprechend gereizt, verärgert oder unsicher und ängstlich reagieren. Obwohl Gefühle uns so bestimmen, haben viele Menschen keinen Zugang zu ihnen oder verdrängen sie. Wenn Gefühle im Unterbewusstsein wirksam sind, haben sie jedoch einen noch stärkeren Einfluss auf uns.
 
 
GEFÜHLE VERWEILEN LASSEN
   
Mit zunehmender Achtsamkeitspraxis wirst du die Fähigkeit entwickeln, schwierige Gefühle zu erkennen, sie genauer zu benennen und mit ihnen fühlend zu verweilen, ohne sich mit ihren Inhalten zu identifizieren oder sich für sie zu schämen. Wichtig ist, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein, denn nur wenn wir uns auch unschönen Gefühlen stellen und sie akzeptieren, statt sie möglichst schnell loswerden zu wollen, können wir sie schließlich wirklich loslassen.
 
Ja achtsamer du wirst, desto mehr erkennst du, dass du nicht entscheiden kannst, welche Gedanken und Gefühle auftauchen. Du kannst aber entscheiden, wie du in Zukunft mit ihnen umgehst. Schritt für Schritt geschehen kleine Veränderungen, und das wird dir auf Dauer das ein oder andere Drama ersparen.
 
 
Alles Geschaffene ist vergänglich. Strebt weiter, bemüht euch, unablässig achtsam zu sein.
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