19 - Wimuttidhamma

Wimuttidhamma Meditationszentrum für Achtsamkeitstraining
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WAS NÄHRT UNS?
   
Buddha sagt, dass wir für unser Wohlergehen selbst verantwortlich sind, und in diesem Sinne ist es sehr wichtig herauszufinden, was uns unterstützt und wie wir uns selbst nähren können.
 
 
KRAFTQUELLEN FINDEN
   
Die Praxis der Achtsamkeit hilft uns dabei zu erkennen, was uns wirklich guttut und wovon wir uns lieber fernhalten sollten. Denn das Wissen darüber, was uns nährt, ist bereits in uns. Wir müssen nur lernen, auf unsere innere Stimme zu hören.
 
·       Begebe dich in eine aufrechte Sitzhaltung deiner Wahl, schließe die Augen und komm zur Ruhe.
 
·       Bewege dann folgende Fragen in deinem Inneren: >>Was brauche ich, damit ich mich gut fühle? Was in meinem Leben schwächt mich? In welchen Situationen muss ich lernen, mich abzugrenzen und Nein zu sagen? Welche Erfahrungen habe ich bisher damit gemacht, für mich selbst zu sorgen? Was hindert mich daran, und was hilft mir dabei, was brauche ich dazu? <<
 
·       Stelle dir diese Fragen mit einer wohlwollenden Haltung und lächle dir zu. Du hast alles, was du brauchst, um glücklich zu sein.
 
·       Überlege genau, welche konkreten Schritte du machen willst, um dich zu nähren, und notiere dies abschließend in deinem Tagebuch.
 
·       Beschäftige dich eine Weile täglich mit deinen Aufzeichnungen und beginne Schritt für Schritt mit der Umsetzung. Nimm dir nicht zu viel vor, die unrealistischen Ansprüche wirken demotivierend.
 
 
ANGENEHM ODER UNANGENEHM?
   
Unser Handeln wird in hohem Maße davon bestimmt, ob wir etwas angenehm oder unangenehm finden. Meist bewerten wir alles automatisch, ohne dies überhaupt zu bemerken. Je achtsamer wir sind und je bewusster wir uns wahrnehmen, desto freier können wir über unsere Reaktionen entscheiden.
 
·       Suche dir ein bestimmtes Übungsfeld – sei es der Weg zur Arbeit, das Spielen mit den Kindern, das Einkaufen, die Zubereitung einer Mahlzeit oder ein berufliches Meeting – und richte deine Aufmerksamkeit bewusst darauf, was du als angenehm oder unangenehm empfindest. Versuche, genau wahrzunehmen, wie du körperlich oder emotional reagierst und was das zur Folge hat.
 
·       Nimm dir möglichst bald danach Zeit, dem nachzuspüren und alles aufzuschreiben, was dir aufgefallen ist. Gibt es ein bestimmtes Reaktionsmuster, das sich durchzieht? Hattest du mehr positive oder mehr negative Erfahrungen? Antwortest du mit Widerstand auf unangenehme Erlebnisse, erduldest du sie, oder versuchst du, etwas zu verändern? Und bei den angenehmen Erfahrungen: Möchtest du sie festhalten, mit anderen teilen, so intensive wie möglich genießen? Nimm einfach nur neugierig wahr, was ist.
 
·       Ziehe keine voreiligen Schlüsse aus dieser Übung, sondern wiederhole sie für eine Weile täglich. So lernst du dich besser kennen.
 
 
WAS IST IHNEN WIRKLICH WICHTIG?
   
Würdest du gerne meditieren oder joggen oder die Erkenntnisse aus der Kraftquellenübung umsetzen, kannst dich aber einfach nicht aufraffen, es auch wirklich regelmäßig zu tun, weil so viel anderes drängt und du keine Energie mehr übrig hast? Wenn dich das stört, dann überprüfe mit dieser Übung deine Prioritäten.
 
·       Mache eine Liste deiner momentanen Tätigkeiten und der Aktivitäten, die dir wichtig sind. Schreibe zunächst alles auf, was dir in den Sinn kommt.
 
·       Danach vergib Punkte von 1 bis 10 für den Stellenwert der jeweiligen Sache. Sei dabei ehrlich und realistisch. Wenn bei einer langen Liste überall 10 steht, kann das natürlich nicht gut gehen.
 
·       Überlege genau, was für dich wirklich zählt und weshalb es dir wichtig ist. Streiche dann die Tätigkeiten von deiner Liste, die dich letztlich nur davon abhalten, sich den anderen wirklich und mit Konsequenz zu widmen. Es liegt in deinen Händen, wofür du dich entscheidest. Lass dabei nicht nur deinen Verstand, sondern auch dein Herz sprechen.
 
·       Hab keine Angst vor einer falschen Entscheidung. Änderungen sind immer möglich, aber Halbherzigkeiten führen uns nie weiter.
 
·       Nimm dir die Liste im Laufe der nächsten Tage immer wieder vor, erinnere dich damit an Ihre Prioritäten und überprüfe diese zwischendurch auch.
Alles Geschaffene ist vergänglich. Strebt weiter, bemüht euch, unablässig achtsam zu sein.
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