Dukkha - Wimuttidhamma

Wimuttidhamma Meditationszentrum für Achtsamkeitstraining
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...ist wesentlich mehr als nur “Leiden”. Es ist eines der drei Daseinsmerkmale (Anicca, Dukkha, Anatta) des Buddhismus. Es bedeutet in seinen drei Hauptaspekten:

 
 
1. Das offensichtliche Dukkha: Leid als Erfahrung von Schmerz, Trauer, Unbefriedigtsein usw...

 
2. Das Dukkha, das durch Nichtakzeptanz der Tatsache der Unbeständigkeit, der Vergänglichkeit entsteht

 
3. Das existenzielle Dukkha: Leid infolge der Bedingtheit aller Daseinsvorgänge
 
Dukkha exisiert nicht von sich aus, wir erschaffen es! Deshalb beinhaltet Dukkha auch unsere größte Chance. Sein klares Erkennen und Verstehen ist die Grundlage für die Befreiung.
 
 
Fühlende Wesen suchen das Angenehme und meiden das Unangenehme. Ist das Angenehme einmal gefunden, will man es festhalten. Sehr schnell jedoch wird man feststellen, dass auch das vergänglich ist. In Folge entstehen (immer wieder) Unmut, Enttäuschung, und  Unzufriedenheit, kurz: „Dukkha“.


„Anicca“ ist ein weiteres  der drei Daseinsmerkmale. Es steht für das Konzept der Unbeständigkeit alles Seienden, eine der wesentlichen Lehren des Buddhismus.
 
 
„Dukkha“ wiederum steht im Zusammenhang mit den Lehren der fünf vergänglichen Daseinsfaktoren („Skandhas“), die gemeinsam das ausmachen, was wir „Person“ nennen. Etwas persönlich zu nehmen, heißt nach dieser Lehre der Illusion eines unabhängigen Wesenskerns zu erliegen. Nichts Vergängliches kann dauerhafte Zufriedenheit bringen. Wer dies trotzdem versucht, leidet an der Unwissenheit („Avidya“) bezüglich des Daseinsmerkmals Nicht-Selbst („Anatta“).

 
 
Das Nicht-Selbst („Anatta“)... Wenn alles vergänglich ist, kann es auch keinen unveränderlichen Wesenskern bzw. ein unveränderliches, ewiges Selbst („Atta“) oder „Ich“ geben. Nichts existiert aus sich selbst heraus. Nichts kann auf Grund einer einzigen Ursache entstehen. Viele Ursachen müssen zusammen kommen, damit etwas entsteht.  Nach buddhistischer Anschauung klammern sich die Menschen an die Vorstellung eines unabhängigen, eigenständigen Selbsts („Atta“) und streben nach der Befriedigung der Bedürfnisse dieses Selbsts. Dadurch entsteht Leiden („Dukkha“).
Alles Geschaffene ist vergänglich. Strebt weiter, bemüht euch, unablässig achtsam zu sein.
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